Mietkaution und die Alternativen

Das Thema Mietkaution ist in aller Munde. Seit Jahren steigen die Mieten in Deutschland. Eine Kehrtwende ist nicht in Sicht. Nach wie vor fehlt es an Wohnungen. Neue werden nur zaghaft gebaut. Es ist also weiter damit zu rechnen, dass die Mieten in den nächsten Jahren noch einmal deutlich ansteigen werden. Die hohen Mieten machen sich nicht nur monatlich bemerkbar, sondern vor allem bei einem Umzug. Nach den neuen Gesetzen muss der Makler zwar künftig vom Auftraggeber bezahlt werden und nicht mehr vom Mieter.- Dennoch bleiben vorerst genügend Schlupflöcher, wie Makler die neuen gesetzlichen Vorlagen umgehen können. Am Ende zahlt wieder der Mieter.

Als besondere Belastung empfinden die meisten Haushalte die Mietkaution. In kleineren und weniger gefragten Städten gilt ein Schnitt von 2 Monatsmieten kalt als Durchschnitt bei der Anmietung. In gefragten Lagen und Großstädten wird heute das gesetzliche Maximum, von 3 Monatsmieten kalt für die Mietkaution verlangt. In der Regel muss diese bei der Vertragsunterschrift bezahlt werden.

Mietkaution in Raten zahlen

Der Gesetzgeber ermöglicht als Alternative eine Ratenzahlung. So darf die Mietkaution in drei gleichen Raten durch den neuen Mieter gezahlt werden. Eine Einverständniserklärung des Vermieters muss hierfür nicht vorliegen. Geregelt ist das Ganze im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB §551 Abs. 2) . Demnach dürfen Mieter die Mietkaution auch ohne das Einverständnis des Vermieters in Raten begleichen. Die Ratenlaufzeit darf allerdings mehr als 3 Raten betragen.

Das Problem

Ein Vermieter kann die Ratenzahlung nicht verweigern. Das ist bekannt. Um diesem vorzubeugen, verlangen die meisten Vermieter bei der Neuvermietung die Bezahlung der Mietkaution direkt mit der Vertragsunterschrift. Wer sich dabei auf die Ratenzahlung beruft, bekommt die Wohnung am Ende nicht. Der Markt und die überdurchschnittliche Nachfrage nach Wohnraum machen es leicht.

Die andere Mietkaution

Neben der direkten Zahlung der Mietkaution, gibt es aber noch einen anderen Weg, der in den letzten Jahren sehr populär geworden ist. So bietet zum Beispiel die Basler Mietkaution hierfür eine Kautions-Police. Das Versicherungsinstitut verbürgt sich für den Mieter und sichert die Kaution, ohne dass diese von dem Mieter in bar oder per Überweisung hinterlegt werden muss. Der Vorteil: Eine große Last beim Umzug entfällt und Mieter können Ihr Budget großzügiger planen.

Kosten für den Mieter

Je nach Anbieter gibt es Unterschiedliche Modelle für eine Kautionspolice. Die Basler Versicherungen berechnen zum Beispiel eine jährliche Gebühr von 5 Prozent der Kautionssumme (mind. 50 Eur.). Das lohnt auch dann, wenn eine Wohnung langfristig angemietet werden soll.

Ablauf Kautionspolice

Um eine Kautionspolice erhalten zu können, sind die Wege kurz. Der Antrag kann einfach online erfolgen und wird danach binnen kurzer Frist bearbeitet. Der Versicherungsschein wird per E-Mail oder auf dem Postwege versandt. Das gleiche gilt für die Bürgschaftsurkunde, die dem Vermieter per E-Mail oder ebenfalls auch per Post übermittelt werden kann.

Für die Wohnungssuche

Die Kautionspolice funktioniert aber nicht nur, wenn die Wohnung bereits feststeht. Sondern auch dann, wenn Sie sich noch auf der Suche befinden. Über eine Reservierungsfunktion kann die Kautionspolice bereits vor der Anmietung abgefragt werden. Nach der Reservierung erfolgt eine Bestätigung über die Zusage, die dem Vermieter bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden kann

Vorteile für den Vermieter

Für diese Art der Mietkaution, sind die Bonitätsvoraussetzungen sehr hoch. Eine Schufaabfrage erfolgt in der Regel mit der Prüfung. Können Mieter somit eine Kautionspolice vorlegen, erspart sich der Vermieter die Abfrage der Schufa und kann somit diesen Punkt bereits unbesorgt streichen.

Auch bei der weiteren Abwicklung entfällt die Einrichtung eines Kautionskonto für den Vermieter. Das Kautionskonto sorgt nicht nur für viel Arbeit, sondern auch für ständige Diskussionen zwischen Vermieter und Mieter. Ein weiterer Vorteil der Kautionspolice liegt darin, dass diese, im Gegensatz zu einer normalen Mietkaution nicht gepfändet werden kann.

Fazit

Der Mieter schont sein Budget und erhält ein einfaches Abwicklungsmodell für seine Mietkaution. Der Vermieter bekommt eine 100-Prozentige Sicherheit, ein einfaches Handling, dass Kosten und Zeit gegenüber einer normalen Mietkaution erspart.

Bild: David Goehring-Flickr.