Miete oder Fertighaus

Eine nicht immer ganz einfache Entscheidung. Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, bindet sich zunächst auf viele Jahrzehnte über die Finanzierung. Oft bis zum Renteneintritt. Doch die Vorteile können durchaus überwiegen. Ein eigenes Haus ist in der Regel nicht günstiger als eine Mietwohnung, doch es schafft im Laufe der Jahre eine sichere und feste Kapitalanlage, die später im Alter durchaus Gold wert sein kann. Mit Blick auf die Statistiken zeigt es sich, dass für die Miete fast 30 Prozent des Einkommens, in vielen Fällen sogar deutlich mehr, aufgebraucht wird. Das mag im ersten Moment nicht viel erscheinen. Der Gegenwert dafür ist aber gering: Sie erwerben nichts, außer für einen weiteren Monat in der Wohnung wohnen zu dürfen. Faktisch wird damit jeden Monat 30 Prozent des Einkommens einfach verbrannt. Preissteigerungen finden jedes Jahr statt, auch die Miete ist im herkömmlichen Lauf davon nicht ausgeschlossen. Besonders derzeit, wo auf dem Immobilienmarkt in Deutschland immer noch die heiße Phase herrscht. Faktisch wird es dann so sein, das Sie mit Rentenbeginn zwischen 40 – 50 Prozent des verfügbaren Einkommens nur für die Miete ausgeben werden. Auf der einen Seite sind die Preissteigerungen zu beachten, die deutlich höher sind als bei der Rente. Auf der anderen Seite fällt die Rente meistens niedriger als das ehemalige Einkommen aus. Nicht zu vergessen die anderen Vorteile, die sich mit einem Fertighaus verbinden lassen. Keine störenden Nachbarn, mehr Privatsphäre und auf Dauer einen Vermögenswert, der nicht jeden Monat verbrannt wird. Eindeutige Zeichen für ein Fertighaus.

Fertighaus: Der Markt wandelt sich

Fertighäuser gibt es schon seit Jahrzehnten. Zu Beginn hatten sie einen schwierigen Stand. Waren sie doch in nur kurzer Zeit fertigzustellen, sicher und terminlich passend zu planen. Für die klassische Bau-Branche ein Schlag ins Gesicht. Denn die Fertighäuser erwiesen sich im Laufe der Zeit als wirkliche Alternative, die nicht nur schnell aufzubauen waren, sondern auch preislich überraschten. Zunächst wurden diese Häuser belächelt und ins Negative gerückt. Schließlich sollte das eigene Geschäft nicht gefährdet werden. Eine Zeitlang galt ein Fertighaus sogar als ein Haus zweiter Klasse. Obwohl es gegenüber einem massivem Haus praktisch so gut wie keine Nachteile aufwies. Erst nach und nach entwickelte sich der Markt und konnte sich bei uns in Deutschland etablieren. In guter und übersichtlicher Form erzählt das auch der Artikel auf EuNIC. Erwähnt wird dort unter anderem das Unternehmen Gussek-Haus, das viele Jahrelang in diesem Segment zu kämpfen hatte, dann aber doch den Durchbruch schaffen konnte. Die Firma bewies, dass sich ein Fertighaus nur noch in wenigen Details von einem Massivhaus unterscheidet. Von außen ist der Unterschied oft sogar nicht einmal durch einen Experten feststellbar.

Größter Vorteil
Der größte Vorteil bei einem Fertighaus liegt in der Schnelligkeit. So schnell kann kein Massivhaus aufgebaut werden. Das sorgt für Planungssicherheit und schont das Budget des Bauherrn. Eine einfache Rechnung, die ihre Vorteile vor allem im Alter entfaltet.

Fertighaus immer die bessere Wahl als Miete

In der Regel haben die Bauherrn die letzte Rate mit 60 bzw. 65 Jahren getätigt. Also fließend zum Übergang des Rentenalters. Nun fallen nur noch laufende Kosten für den Unterhalt und die Renovierungsmaßnahmen an. Haben Sie sich jedoch weiterhin für eine Mietwohnung unterschieden, fängt in diesem Alter das rechnen an. Viele Rentner müssen aus ihrer alten Wohnung, in der sie bereits seit Jahrzehnten wohnten, ausziehen. Die Mieten steigen zu stark, die Rente ist nur gering. Hinzu kommt die immerwährende Angst vor einer Eigenbedarfs-Kündigung. Unter diesen Gesichtspunkten spricht alles für ein Fertighaus.

Bild: rather not say-Flickr.