Mieten & Vermieten

Von zu Hause aus arbeiten

Kann ich einfach von der eigenen Wohnung aus arbeiten oder brauche ich dafür das Einverständnis des Vermieters bzw. der Gemeinschaft? Diese Frage stellen sich viele. Steuerlich macht es Sinn, von zu Hause aus selbstständig oder freiberuflich zu arbeiten. So kann das Büro (sofern ein geschlossener Raum) vollständig abgesetzt werden. Inklusive MIet- und Energieanteil.

Ob eine Einverständnis des Vermieters erforderlich ist, hängt von vielen Punkten ab. Wer einfach am PC arbeitet und keine Kundenbesuchte hat, benötigt auch in der Regel kein Einverständnis. Es sei denn, er/sie arbeitet freizügig vor der Webcam oder gründet eine Escort Agentur. Dann kann es zu Schwierigkeiten kommen. Anders bei Webdesigner, die alles online erledigen.

Schwieriger wird es aber bei einem Versandhandel. Sofern regelmäßig Pakete versandt und entgegen genommen werden, kann das den Hausfrieden stören. Hier kommt es dann darauf an, ob sich die anderen Hausbewohner durch die zusätzliche Lärmbelästigung gestört fühlen.

Nicht immer so einfach

Mittlerweile gibt es so viele Möglichkeiten von zu Hause aus Geld zu verdienen. So verzeichnen wir seit 5 Jahren einen enormen Anstieg von Berufsspielern. Also Menschen, die virtuell am PC um Geld zocken. Dabei kann es um Wetten, Roulette oder auch Kartenspiele gehen. Viele Berufsspieler sind sogar so erfolgreiche, das sie davon leben können. Sie suchen sich ein Online Casino, zum Beispiel Hyperino Spielen, und schaffen es mit eigenen Strategien, hohe Gewinne zu erzielen.

Dennoch haben sie das Problem, das sie praktisch nie Einkommensnachweise zur Verfügung haben. Aber genau diese werden ja benötigt, wenn ein Umzug erfolgen soll. Der neue Vermieter will in der Regel einen Einkommensnachweis haben. Selbstständige, Freiberufler haben es schon schwer, wenn sie sagen, dass sie aus der Wohnung arbeiten. Der Vermieter bezweifelt dann die Bonität des Interessenten. Schlimmer ist es bei Berufsspielern.

Steuerlich macht es Sinn

Wer sein Büro als Selbstständiger zu Hause hat, kann das steuerlich richtig ausnutzen. So kann die Bürofläche prozentual abgesetzt werden. Dazu zählt Miete, Strom, sogar das anteilige WC-Papier könnte abgesetzt werden. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass es sich dabei um einen geschlossenen Raum handelt. Der Privatanteil der Nutzung darf 10 Prozent nicht übersteigen.

Ein kleines Problem ist jedoch vorhanden. Die Disziplin. Schließlich ist der Fernseher und das Bett in greifbarer Näher. Viele, die von zu Hause arbeiten, klagen darüber, dass sie für ihr Arbeitsvolumen wesentlich länger als im Büro benötigen. Die Ablenkungen sind höher.
Wer Kinder im Haushalt halt, sollte somit sein Büro lieber räumlich trennen. Die Ablenkungen wären in diesem Fall besonders groß.

Fazit

Das Büro in der Mietwohnung ist in der Regel kein großes Problem, solange kein (großartiger) Kundenbesuch erfolgt und keine sonstige Belästigung für andere Mieter besteht. Wer ein erotisches Gewerbe in der Mietwohnung betreibt, kann jedoch schnell schlechte Karten haben. Auch dann, wenn das ganze nur am PC stattfindet.
Am besten ist es immer, wenn ein guter Draht zum Vermieter und den anderen Mietern besteht. So lassen sich auftretende Schwierigkeiten ganz schnell aus dem Weg räumen. Postalisch kann ebenfalls eine Trennung erfolgen. So kann ein Postfach angemietet werden. Das Gewerbe kann auch direkt auf eine Postfachanschrift für Kunden und Finanzamt laufen (solange diese natürlich die Straßenanschrift kennen).