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Glücksspiel beschert dem Staat Milliarden

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Einfacher und schneller könnte der deutsche Staat seine Steuern nicht verdienen. Glückspiel heißt das Zauberwort. Dass dabei der Staat mit der Veröffentlichung von Zahlen sehr zurückhaltend ist, versteht sich. Immerhin bekämpft dieser auf der anderen Seite gleichzeitig das Glücksspiel. Dennoch sammelt der Fiskus jedes Jahr Milliarden an Steuereinnahmen ein. Und das gleich mehrfach.

Das Online Casino boomt. Immer mehr Zocken. Nicht unbedingt immer gleich um Geld. Manchmal einfach aus Lust und Laune mit virtuellem Geldeinsatz, bis irgendwann die Lust so groß ist, das mit richtigem Geld gezockt wird. Der Staat freut sich, denn er wird nie verlieren. Er verdient beim Zocken kräftig mit und das an allen Ecken und Kanten. Selbst beim Gewinn kassiert er mit. Aber ein Gewinn ist doch steuerfrei?

Ist ein Gewinn wirklich steuerfrei

Nein! Hier gibt es viele unterschiedliche Meinungen zu. Natürlich kann nicht jeder Gewinn steuerfrei sein. Dieser Irrglaube ist häufig vorhanden. Man stelle sich einen Profispieler beim Pokern vor, der damit seinen Lebensunterhalt bestreitet. Demnach müsste er keine Steuern zahlen. Das aber ist falsch.

Grundsätzlich ist nur der erste Gewinn frei, nicht aber die weiteren.
Doch letztlich kassiert der Staat auch bei dem ersten steuerfreien Gewinn. Spätestens, wenn Sie das Geld ausgeben oder damit Zinsen erzielen. Wieder gewinnt der Staat.

Eine Übersicht der Einnahmen

20 Prozent bekommt der Staat beim Lottospiel von jedem Spielschein. Bei Sport- oder Rennwetten sind es nur 5 Prozent. Problematisch wird es bei Automaten. Hier darf jedes Bundesland seine eigene Regelung festlegen (siehe Vergnügungssteuer).

Um die 1,12 Milliarden nimmt der Fiskus durch Automaten ein. Um die 1,8 Milliarden jährlich sind es im Bereich von Sportwetten und Lotto. Dass der deutsche Staat einige Lotterien subventioniert, ist für die Steuereinnahmen nur förderlich. Denn diese sprießen im Lotteriebereich ständig zu neuen Rekordwerten.

Was passiert mit den Einnahmen

Es ist verständlich, dass sich der Fiskus gerne in Schweigen hüllt und nur ungerne genaue Auskünfte zu den Einnahmen herausgibt. Denn die wichtigste Aufgabe des Staats liegt auch darin, die Spielsucht zu bekämpfen. Zwei Punkte die sich beißen, doch auf die Steuereinnahmen will keiner verzichten. Aber der Fairness sei gesagt, dass ein kleiner Teil davon in die Suchtbekämpfung fließt. Der Staat gewinnt also immer. Der große Teil fließt aber in den Bundeshaushalt und wird dann entsprechend verteilt.

Online Casinos entziehen sich?

Diese Zeiten sind längst vorbei. Deutschland schläft zwar immer noch bei der Regulierung, die zwischen den einzelnen Bundesländern zu großen Kontroversen führt. Keiner will nachgeben.

Stattdessen haben die anderen EU-Länder längst das Geschäft mit den Online Casinos an sich gezogen und diesen Anbietern eine offizielle Lizenz erteilt. Eine EU-Lizenz ist auch in Deutschland gültig. Staaten wie Malta und Gibraltar machen nun das große Geschäft. Sie haben die legalen Konzessionen erteilt und damit dürfen die Anbieter auch ganz legal in Deutschland das Glücksspiel anbieten. Die Steuereinnahmen gehen natürlich nach Malta und Co.

Natürlich gelten auch in den anderen EU-Ländern die deutschen Mindeststandards. Ein Spieler muss mindestens 18 Jahre alt sein. Interessant ist, dass in der Spielbank vor Ort ein Mindestalter von 21 Jahren gilt.