Denkmalschutz und die Sanierung

Eigentümer von denkmalgeschützten Häusern müssen bestimmte Auflagen erfüllen. Hierdurch wird gesichert, dass bestimmte Gebäude in ihrer bisherigen Form erhalten bleiben. Und auch für die Mieter gelten bestimmte Richtlinien. Die Mieter dürfen beispielsweise nicht problemlos Löcher bohren. Diese schaden beispielsweise der Bausubstanz. Alte Gebäude werden für einen tadellosen Zustand mithilfe von Sanierungen gepflegt. Und auch im Denkmalschutz wird aktiv saniert, damit der Kern des Gebäudes in seiner Substanz geschützt ist. Eine Modernisierung findet dabei meist nicht unbedingt statt. Veränderungen dürfen überwiegend lediglich außerhalb stattfinden, jedoch nicht das Gebäude an sich verändern. Der Denkmalschutz möchte das allgemeine Bild eines Gebäudes erhalten.

Ziele im Denkmalschutz

Ein Gebäude soll möglichst das Stadtbild erhalten. Die deutschen Altstädte dürfen sich in ihrem Bild nicht verändern. Meist handelt es sich dabei wirklich um historische Bauten oder eine alte Baukultur, die einen touristischen Wert einer Stadt ausmachen. Oft wirken viele Gebäude zusammen einheitlich und sollen daher nicht plötzlich unterschiedlich wirken. Es geht allgemein um den Schutz baugeschichtlicher und kunstgeschichtlicher Bauteile oder Einzelgebäude. Dennoch wünschen die Bauherren, dass ein zeitgemäßer Ausstattungsstandard entsteht. Wichtig ist dies vor allem, wenn es um einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen geht. Dies gilt besonders für Heizenergie. Bestimmte Formen der Dämmung sind auch im Rahmen des Denkmalschutzes möglich. Weiterhin muss ein zeitgemäßer Brandschutz stattfinden können. Dies dient dem Schutz von Leben und Gesundheit der Anwohner oder von deren Vermögen. Im Denkmalschutz werden hierdurch einige kontroverse Aspekte angesprochen, die sich eigentlich widersprechen.

Maßnahmen zur Erhaltung von Denkmälern

Ein Architekt spielt eine wichtige Rolle im Planungsprozess, damit ein Denkmal auf lange Sicht erhalten bleibt. Es ist immerhin vielen Einflüssen der Witterung oder etwa von Abgasen ausgesetzt. Relevante Baumaßnahmen für die Erhaltung sind zum Beispiel die
• Trockenlegung durchfeuchteter Wände,
• Wiederherstellung einer optimalen Tragfähigkeit von Bauteilen,
• Aufrechterhaltung einer Dacheindeckung,
• Aufrechterhaltung einer Regenwasserableitung oder
• etwa die Erneuerung von Putz und Wandbekleidungen.
Im Denkmalschutz sind viele Instandhaltungen wichtig. Jedoch mag es nicht einfach sein, die Leitungen unter Putz zu legen, es sei denn der Putz würde einmal erneuert. Die modernen Nachbesserungen, die eine besonders große Rolle spielen, sind heute beispielsweise der Wärmeschutz, Feuchteschutz, Brandschutz oder auch ein Schallschutz. Stehen Gebäude neben stark befahrenen Straßen sind moderne Fenster wichtig. Ist das Mauerwerk ohnehin dick beschaffen, dann dämmen diese zeitgemäßen Fenster auch optimal. Denkmalschutz wird meist sogar aktiv betrieben, um den Wert alter Gebäude zu erhalten.

 

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